Apps, Mobile Websites und Connected TV: IVW kombiniert Ausweisung für alle Digital-Angebote

Die Veröffentlichung der Traffic-Zahlen für den Monat Juni 2014 leitet eine neue Ära in der monatlichen Ausweisung der Nutzungsdaten von Digital-Angeboten durch die IVW ein. Erstmals verschmelzen die Nutzungsdaten von mobilen mit klassischen stationären Angeboten in einer gemeinsamen Ausweisung. Ein längst überfälliger Schritt für die gesamte Branche.

Dass mobile Internetangebote zum täglichen Konsumverhalten der deutschen Internetnutzer zählen, gilt als gemeinhin bekannt. Im Jahr 2013 nutzten rund 70 Prozent der Internetnutzer bereits das mobile Internet über ihre Smartphones. Die Werbebranche musste dieser Entwicklung Rechnung tragen und führte im August letzten Jahres die Messung und Ausweisung der Nutzungsdaten zu App-Angeboten und Mobilen Websites bei der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW) ein. Dabei wurde das detailliertere „Kategoriesystem 2.0“ angewandt, während klassische Online-Angebote bislang noch nach dem alten System 1.2 geprüft wurden.

Die Herausforderung für die Kommunikation dieser monatlichen Zahlen lag wiederum in der Zweiteilung und einem gewissen Mangel an Transparenz, weil die Nutzungsstruktur für manche Angebote nicht differenziert genug abbildbar war. So konnten die von der IVW geprüften Portal- und Dienstanbieter diese Zahlen bislang nur gesondert ausweisen.

Mit der Zusammenführung der Nutzungsdaten wird die Ausweisung und das Datenangebot der von der IVW erfassten Digital-Angebote wesentlich erweitert und mit neuen Auswahlmöglichkeiten versehen. Zudem wird die gemessene Nutzung künftig nicht nur nach den Inhalten der Angebote, sondern nach formalen Merkmalen quantifizierbar, wie beispielsweise nach den eingesetzten Formaten (Bild/Text, Audio, Video). In diesem Zuge wurde das Skalierbare Zentrale Messsystem (SZM) der INFOnline überarbeitet, mit welchem der Traffic der IVW-geprüften Angeboten gemessen wird. Ferner ist mit der Adaption des neuen Kategoriesystems für alle Online-Werbeträger ist der IVW die Ausweisung der Internetnutzung über Connected TV möglich.

„Wir tragen einmal mehr der aktuellen Marktentwicklung Rechnung, denn Digital-Angebote einer Medienmarke werden in zunehmender Zahl sowohl als Online- und Mobile-Website, Smartphone- und Tablet-App ausgeliefert. Deshalb wird nunmehr auf allen Ebenen der Ausweisung die anteilige Nutzung der verschiedenen Auslieferungsformen eines Angebots zusammengeführt und aufgeschlüsselt“, sagt Dr. Kai Kuhlmann, Bereichsleiter für digitale Medien und stellvertretender Geschäftsführer der IVW.

Seit 1949 ermittelt, prüft und beglaubigt die IVW die Verbreitung von Werbeträgern. Seit 1997 wurde das IVW-Zählverfahren für Online-Medien in Deutschland eingeführt. Nach der letzten Umstellung im November 2009 von Page Impressions zugunsten von Unique Visits ist die Einführung des Kategoriesystems 2.0 und der damit gemeinsamen Ausweisung aller digitalen Angebotsformen ein wichtiger Schritt für einen sich stetig verändernden Digitalmarkt.

Mike Schnoor

Mike Schnoor ist Senior Partner von Guts & Glory, der Manufaktur für die Digitalisierung von Marken, Unternehmen und Institutionen. Als Berater sorgt er dafür, dass Unternehmen sich im digitalen Wettbewerb hinsichtlich Kommunikation, Prozesse, Kreation und Social Media richtig positionieren können. Seine beruflichen Schwerpunkte liegen in der Digitalen Transformation, Kommunikation, Digital Strategy, Marketing, Public Relations und Social Media. Auf seinem persönlichen Blog mikeschnoor.com und im Magazin #DigiBuzz veröffentlicht er verschiedene Fachartikel zu seinem Themenportfolio. Folge @MikeSchnoor bei Twitter!

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