Boomendes Geschäft: 18 Millionen Deutsche nutzen Audio-Streaming wie Spotify, Deezer, Soundcloud & Co

Musik-Streaming ist aus der Digitalen Wirtschaft nicht mehr wegzudenken. In Deutschland hört jeder dritte Internetnutzer ab 14 Jahren (32 Prozent) Musik per Audio-Streaming. In totalen Zahlen erfreuen sich 18 Millionen Bundesbürger an den Angeboten. Dies bestätigt eine Umfrage des BITKOM – Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., nach der sich die Zahl der Nutzer gegenüber 2013 verdreifacht hat. Vor einem Jahr nutzten erst 6 Millionen Verbraucher Musik-Streaming.

Dr. Christian P. Illek, Quelle: Microsoft Deutschland GmbH

Dr. Christian P. Illek, Quelle: Microsoft Deutschland GmbH

„Streaming revolutioniert den Musikmarkt“, sagt Dr. Christian P. Illek, Mitglied des BITKOM-Präsidiums. „Über Streaming kann ein nahezu unbegrenztes Musikarchiv von überall genutzt und geteilt werden.“

Spotify, Deezer, Soundcloud & Co haben sich auf dem Massenmarkt etabliert. Die Bekanntheit von Musik-Streaming hat laut der BITKOM-Umfrage deutlich zugelegt. Zwei von drei Internetnutzern (65 Prozent) kennen solche Dienste, 2013 war es nicht einmal jeder Dritte (30 Prozent). Vor allem jüngere Internetnutzer freunden sich mit Musik-Streaming an. Fast jeder Zweite der 14- bis 29-jährigen (48 Prozent) nutzt die Angebote. Von den 30- bis 49-Jährigen ist es gut jeder Dritte (36 Prozent), bei den 50- bis 64-Jährigen ist es immerhin gut jeder Fünfte (22 Prozent). Wer per Streaming Musik hört, tut dies meist sehr regelmäßig. Gut zwei von drei Streaming-Nutzern (68 Prozent) hören dort mehrmals pro Woche Musik, rund die Hälfte (48 Prozent) sogar täglich.

Rainer Henze. Quelle: BVDW

Rainer Henze. Quelle: BVDW

Bei einigen Musikdiensten haben die Nutzer direkten Zugriff auf Millionen von Titeln, andere hingegen funktionieren wie ein personalisiertes Radio. Als dritte Variante können Musiker ihre Stücke selbst hochladen und so ihren Fans zur Verfügung stellen können. Für werbetreibende Unternehmen besitzt Musikstreaming das Potenzial, über den neuen auditiven Kanal die gewünschten Zielgruppen zu erreichen. Vor wenigen Wochen wies darauf der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. in einem Leitfaden hin. Neben Einsatzmöglichkeiten und Best-Practise-Beispielen betont der BVDW, dass Werbetreibende von den langen Verweildauern und einer sicheren Ausspielung im digitalen Audio-Umfeld profitieren.

„Mit Online Audio Advertising entsteht eine neue Form der Audiowerbung und ein attraktives, junges und dynamisches Werbesegment“, Rainer Henze, Vorsitz der Fokusgruppe Audio im BVDW. „Neben spannenden technischen Entwicklungen und Möglichkeiten bieten Audio-Inhalte als Umfeld ein immenses Engagement-Potenzial, da das Hören eng mit positiven Emotionen verknüpft ist, was sich im Rahmen von Audio Advertising auch in der Online-Welt wirkungsvoll nutzen lässt.“

Mike Schnoor

Mike Schnoor ist Senior Partner von Guts & Glory, der Manufaktur für die Digitalisierung von Marken, Unternehmen und Institutionen. Als Berater sorgt er dafür, dass Unternehmen sich im digitalen Wettbewerb hinsichtlich Kommunikation, Prozesse, Kreation und Social Media richtig positionieren können. Seine beruflichen Schwerpunkte liegen in der Digitalen Transformation, Kommunikation, Digital Strategy, Marketing, Public Relations und Social Media. Auf seinem persönlichen Blog mikeschnoor.com und im Magazin #DigiBuzz veröffentlicht er verschiedene Fachartikel zu seinem Themenportfolio. Folge @MikeSchnoor bei Twitter!

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