Digital Marketing Recap – Oktober 2015

Digital Marketing News - Oktober 2015

Digital Marketing News – Oktober 2015

An dieser Stelle lässt Tim Ebner monatlich die spannendsten Neuerungen im Digitalen Marketing Revue passieren. Durch Wiederholung lernt man – damit also mehr hängen bleibt wünschen wir viel Spaß beim Lesen!

E-Commerce

Carousel Ads 2.0: Welcome to Canvas!

Facebook experimentiert weiter im Bereich des Social Commerce. Seit September können Unternehmen auf ihrer Seite einen mobiloptimierte e-Shop direkt auf Facebook einrichten. In den USA werden derzeit zwei spannende Features getestet: Mit dem Canvas gibt es e-Shops nun auch als Vollbild-Werbeanzeigenformat. Klickt ein User auf ein Produkt in einer Carousel Ad, öffnet sich eine Fullscreen-Ansicht des Produkts. Außerdem wird ein eigener Shopping-Newsfeed getestet, in dem die User relevante Produkte angezeigt bekommen, für die sie sich interessieren könnten.

Mehr dazu bei Heise und Facebook

Buy-Button nun auch bei Twitter

Auch Twitter wird im Bereich Social Commerce aktiv: In den USA gibt es seit Oktober auch einen Kaufen-Button.

Mehr dazu bei RP Online

Shopping Ads: YouTube-Videos werden zum Point of Sale

YouTube führt mit „Shopping Ads“ ein vielversprechendes Werbeformat für den E-Commerce ein. Hiermit werden Produkteinblendungen inklusive Preisangaben in YouTube-Videos ermöglicht. Spricht beispielsweise ein Vlogger über ein bestimmtes Produkt, können Online-Shops Ihr Angebot an dieser hochrelevante Stelle verlinken. Bevor die Werbung eingeblendet wird, muss der User allerdings aktiv werden und zum Opt-In auf ein kleines Info-Zeichen klicken. Aufdringliche Pop-Ups werden damit zugunsten qualitativ hochwertiger Werbung vermieden.

Mehr dazu bei Google

McDonald’s testet Riesen-Touch-Displays zur Bestellungsaufnahme

Digitale Technologien im stationären Handel einzusetzen ist das spannende Pendant zum reinen e-Commerce. Wie digitale Technik im stationären Handel zur Bestellannahme genutzt werden kann, zeigt dieses Beispiel von McDonald’s. Business Insider hat die User Experience des Pilottests in der Ich-Perspektive festgehalten. Besonders spannend ist, dass nicht nur darauf geachtet wurde den Bestellakt zu digitalisieren, sondern auch besondere Optionen zur Individualisierung des Burgers bereitzustellen.

Amazon testet eigenen Lieferservice in München

Die Gerüchte über ein eigenes Liefernetzwerk von Amazon in Deutschland nehmen Gestalt an: In München hat der Versandriese eine Lagerhalle mit günstiger Verkehrsanbindung angemietet und 200 Fahrer regionaler Lieferdienste engagiert. Laut Amazon sollen sogar Same-Day-Deliveries realisiert werden. Sollte der Pilottest positiv verlaufen, könnte sich damit für Online-Händler ein interessanter Distributions- und Absatzkanal eröffnen.

Mehr dazu bei t3n

Paypal friert fünfstelliges Guthaben zum Käuferschutz ein

Für junge Startups mit einem steilen Umsatzwachstum kann der Einsatz von Paypal ein großes Liquiditätsrisiko bedeuten. Nachdem der Spielzeugdrohnen-Hersteller TobyRich einen Absatzboom durch einen Auftritt in der Investoren-Show „Die Höhle der Löwen“ bei Vox realisierte, legte Paypal 30% des Umsatz-Peaks auf Eis. Langfristig behielt man sich vor, pauschale 15% des zukünftigen Umsatzes als Sicherheit gegen geplatzte Bestellungen einzubehalten. Das Problem ist in der Startup-Szene laut Oliver Prothmann vom Bundesverband Onlinehandel kein Einzelfall.

Mehr dazu bei Gründerszene

Content-Tools

iOS 9.1 liefert neue Emojis

Emojis können in der heutigen Content-Lawine entscheidende Aufmerksamkeit beim User erzeugen. Zwar ist der Einsatz technisch gesehen noch etwas holprig, weil die Symbole auf verschiedenen Betriebssystemen noch unterschiedlich angezeigt werden. Die rechtliche Situation bei der Verwendung von Emojis im Marketing ist bisher ebenfalls unklar. Dennoch gibt es bereits viele Praxisbeispiele für den Einsatz von Emojis im Marketing. Daher sind auch die neuen Emojis, die Apple in iOS 9.1 bereitsellt, für digitale Marketing-Pioniere besonders interessant.

Mehr dazu bei Slashgear und Mashable

Agent Wordsmith textet Content aus Excel-Dateien

Goodbye Neo, der textende Matrix-Agent Wordsmith ist erwacht. Wer meint, dass textende KIs Zukunftsmusik sind, irrt. Wordsmith zaubert Content aus Daten in Tabellenform. Mit Associated Press, Yahoo, Bodyspace und Game of Thrones gibt es bereits einige Anwendungsbeispiele aus dem Finanz-, Sport-, Fitness- und Entertainment-Bereich. Die Software ist noch im Beta-Stadium. So muss die Tonalität z.B. erst für den konkreten Anwendungsfall angepasst werden, bevor es mit der automatischen Content-Erstellung losgehen kann. Daher eignet sich Wordsmith aktuell eher für Unternehmen, die große Mengen an statistischen Berichten veröffentlichen.

Mehr dazu bei The Next Web

Google

Künstliche Intelligenz Rankbrain verfeinert Googles Suchergebnisse

Ein Blick in die Glasgoogle: Was bedeutet es für SEO, wenn Google seinen Algorithmus durch eine KI weiterentwickelt? Die Antwort: Nicht viel. Denn Relevanz wird weiterhin die magischste Zutat des Google-Juice bleiben. KIs spielen übrigens bereits heute eine Rolle bei der Google-Suche: 15% des Suchergebnisse von Google werden durch die KI Rankbrain bereitgestellt, die Suchergebnisse um möglichst relevante Treffer verwandter Suchanfragen ergänzt.

Mehr dazu bei Venture Beat und Search Engine Land, wo es auch einen FAQ-Artikel zu Rankbrain gibt

Detaillierte Analyse zum Traffic-Potential höherer Search-Rankings

Wie wirksam ist SEO? Während bisherige Statistiken nur grobe Aussagen darüber treffen, wie viel mehr Traffic höhere Rankings bei Google-Suchergebnissen erzielen können, bringt eine neue Statistik Licht ins Dunkel. Johannes Beus hat genau berechnet, wie viel Suchtraffic einzelne Treffer-Positionen für Websites erzeugen können. Besonders interessant: Auf das erste Suchergebnis entfallen im Schnitt knapp 60% des Suchtraffics für ein Keyword. Dröselt man die Daten international auf, sind spannende Besonderheiten zu erkennen: Während der erste Suchtreffer von spanischen und französischen Usern generell sehr stark bevorzugt wird, wählen deutsche User die Suchtreffer auf die sie klicken um einiges differenzierter aus.

Mehr dazu bei t3n und Sistrix

Facebook

Carousel Ads generieren 10x mehr Traffic als andere Facebook Ads

Carousel Ads bzw. Multi-Product-Ads gibt es bei Facebook nun fast eineinhalb Jahre. Laut einer Analyse ist diese Werbeformat besonders erfolgreich: Sie leiten zehnmal mehr Besucher auf die Website eines Anbieters als andere Werbeformen auf Facebook.

Mehr dazu bei Digiday

Slideshow: Facebook-Videos mit geringem Aufwand erstellen

Gute Facebook-Videos haben das Potenzial, besonders große Reichweite und Engagement zu erzielen. Trifft ein Video in den ersten Stunden den Nerv der Community, scheint der Newsfeed-Algorithmus einen besonderen Bonus für Video-Content zu geben. Wem die finanziellen Mittel für professionelle Videoproduktion fehlen, kann mit dem Facebook-Tool Slideshow nun auf einfache Art und Weise Videos aus einzelnen Fotos und Bildern erstellen.

Mehr dazu bei Thomas Hutter

Werbe-Optimierung: Spitzeres Zielgruppen-Targeting für Facebook-Ads

Seit einigen Tagen ist Detailed Targeting für den Power Editor im Rollout. Nicht jeder kann auf das neue Feature zugreifen. Laut Thomas Hutter berichten allerdings immer mehr Werbetreibende über neue Auswahl-Möglichkeiten für Target Groups. Bisher war es nur möglich, Targetings mit logischen ODER-Verknüpfungen vorzunehmen. So konnten möglichst viele Interessen mit einer Zielgruppe abgedeckt werden. Detailed Targeting erlaubt nun die Eingrenzung spitzerer Zielgruppen über logische UND- und NICHT-Verknüpfungen. Je spitzer die Zielgruppen bei Facebook Ads definiert werden, desto feinfühliger kann man die Wirkung seiner Werbekampagnen während sie aktiv sind optimieren.

Wem die Bedeutung Logik nicht geläufig ist, kann ihre Bedeutung vielleicht sehr anschaulich über die einfache Grafiken bei Wikipedia nachvollziehen (ODER entspricht einer „Vereinigung“, UND entspricht einem „Schnitt“ und NICHT entspricht einer „Differenz“).

Mehr dazu bei Thomas Hutter

Neue Emoticons: Sentiment Analysen auf Facebook könnten in Zukunft erheblich einfacher werden

Analytics und Monitoring werden bei Facebook ebenfalls spannender: Derzeit werden in Irland und Spanien sechs Alternativen zum Like-Button getestet. Sentiment-Analysen könnten dadurch auf Facebook an Genauigkeit und Aussagekraft zunehmen. Mit von der Partie ist auch ein Wut-Button, wodurch Zuckerberg mit alten Paradigmen bricht. Seit dem Start des Netzwerks hat es nie eine Dislike-Funktion auf Facebook gegeben, um negative Vibes im Netzwerk zu vermeiden.

Mehr dazu bei ZDNet

Facebook-Suche liefert erstmals mit Buzz-Kennzahlen & Rückwärtssuche

Auch die Suchfunktion hält interessante Neuerungen für Digital Analytics bereit: Seit Oktober ist es möglich, Links und Postings zu einem bestimmten Thema zu suchen, und dabei den Buzz von Freunden und der Öffentlichkeit im Blick zu behalten. Somit ist es auf der einen Seite sehr viel leichter geworden, den Facebook-Buzz qualitativ zu analysieren. Quantitativ legt Facebook allerdings auch noch eine Schippe drauf: Für Link-Posts zu einem Thema zeigt die Suchfunktion nun den „Talking about This“-Wert an, und fasst damit knapp zusammen, welche Artikel wie stark in der Öffentlichkeit diskutiert werden. Insbesondere für Social Media Krisen oder Großevents ist dies ein sehr spannendendes Tool.

Mehr dazu bei Facebook

Videos und Timing für Profilbilder im Test

Mit animierten und temporären Profilbildern könnte zudem das Brand-Building auf Facebook spannender werden. Diese beiden Features testet Facebook derzeit für private Nutzer in USA und Großbritannien. Sollte sich das Feature für User und Seiten durchsetzen, könnte man zu bestimmten Anlässen wie z.B. zu Weihnachten oder zur Fußball-WM das Logo seiner Seite in einem passenden Design anzeigen lassen. Auch animierte Logos könnten für mehr Awareness eingesetzt werden. Ob das Feature sich durchsetzt, bleibt abzuwarten.

Mehr dazu bei t3n

Reichweiten-Bug: Interessante Analyse der bekannt gewordenen Zahlen

Am 14. Oktober gab es ein Reichweiten-Leak auf Facebook. Kurzzeitig waren alle Reichweiten-Daten beliebiger Facebook-Posts öffentlich sichtbar. Thomas Knüwer nutzte die Gunst der Stunde und sammelte die Daten für eine kurze Analyse. Welche Einflussfaktoren seiner Meinung nach die Reichweite von Facebook-Posts bestimmen, ist in seinem Blog zu lesen.

Mehr dazu bei Indiskretion Ehrensache

Twitter

140-Zeichen-Restriktion vor dem Abschied?

Gerüchten zufolge denkt man bei Twitter auch über eine Lockerung der 140-Zeichen Grenze nach. Welche Gründe aus Sicht der Kurznachrichtendiensts dafür sprechen sollen, bleibt Spekulation. Es wird vermutet, dass damit mehr User oder mehr Werbekunden für Twitter begeistert werden sollen.

Mehr dazu bei RP Online und der FAZ

Pre-Roll-Ads für Video-Tweets

Bei Twitter gibt es seit neuestem Videowerbung in Form von Pre-Roll-Ads. Diese Art der Werbung ist besonders von YouTube bekannt: Bevor ein Video abgespielt wird, wird ein Werbespot eingeblendet. Die Werbekunden suchen zuvor Video-Kategorien aus, in dessen Zusammenhang ihre Werbung gezeigt werden soll. Pre-Roll-Ads sind in der Werbeindustrie nicht ganz unumstritten, da der Zusammenhang, in dem eine Werbeeinblendung gezeigt wird, in der Praxis schwer kontrollierbar ist. Dadurch, dass Tweets auf jeder beliebigen Website eingebettet werden können, kann der eigene Werbespot Seite an Seite mit unangemessenen oder verstörenden Inhalten angezeigt werden, wie z.B. bei Farmers Insurance.

Mehr dazu bei Internet World Business

Neu: Digital Reportings nach Art des Hauses

Twitter bietet Werbetreibenden auf seiner Plattform neuerdings hausgemachte Reportings inklusive Optimierungsempfehlungen an. Diese „Conversion Lift Reports“ sind müssen bei Twitter angefordert werden. Für Agenturen, die bisher Reportings für ihre Kunden angefertigt haben, könnte einerseits das Konkurrenz oder auch eine neue Quelle von Fachwissen bedeuten.

Mehr dazu bei Internet World Business

YouTube

YouTube Red: Haben Pre-Roll-Ads auf YouTube ausgedient?

Analog zu Spotify hat YouTube ein Abo-Modell für den US-Markt eingeführt, das auf den zweiten Blick spannende Implikationen für Werbung auf YouTube hat. Für 9,99$ pro Monat kann YouTube ohne Werbeeinblendungen genossen und es können Premiuminhalte bestimmter YouTuber angeschaut werden. Die werbefreie Version von YouTube bedeutet mit hoher Sicherheit, dass die Reichweite von Pre-Roll-Ads in den USA einbricht. Ebenso werden die Werbeeinnahmen von Channel-Besitzern für Pre-Roll-Ads auf YouTube sinken. Da viele YouTuber ihren Lebensunterhalt mit dieser Werbung verdienen, gab es bereits ein wenig Aufruhr gegen YouTube Red. Sollten die Werbeeinnahmen tatsächlich stark sinken, könnte in der Konsequenz Product-Placement auf YouTube teurer werden. In der Szene wird YouTube allerdings bereits mit einer Ankündigung zitiert, die aussagt dass Channel-Inhaber an den Einnahmen durch YouTube Red beteiligt werden sollen.Welche Änderungen für Werbung auf YouTube auch auf uns zukommen mögen, es liegt in der Luft dass YouTube durch Opt-In Lösungen wie bei Shopping Ads oder Opt-Out Lösungen wie YouTube Red das Targeting in Bezug auf Werbeakzeptanz verbessern und infolge dessen die Effizienz von YouTube-Werbung nach oben korrigieren möchte.

Mehr dazu bei Mashable, YouTube, Gizmodo, Broadmark und Slashgear

Digital Startups

Wishbone: Marktforschung nach dem Hot-or-Not Prinzip

Ein beachtliches Wachstum hat das soziale Netzwerk Wishbone hingelegt. Binnen vier Monaten hat die App drei Millionen Nutzer generiert. Zum Vergleich: Facebook und Tinder haben dafür bedeutend länger gebraucht. Wishbone wendet das Tinder-Prinzip auf beliebige Fragen an. Bezogen auf Marken sind z.B. Fragen wie „Burger King oder KFC?“ denkbar. Durch Wischen können sich die Nutzer zwischen zwei Alternativen entscheiden. Fragen können von jedem Nutzer an die Community gestellt werden.

Mehr dazu bei Gründerszene

Google-Rückwärts-Bildersuche: Interessant für Copyright

Google-Rückwärts-Bildersuche nun auch mobil verfügbar

Wer im Web Bilder ohne Nutzungsrechte nutzt, kann für den Copyright-Inhaber dank der Rückwärts-Bildersuche von Google besser ausfindig gemacht werden. Die Suche ermöglicht es Websites ausfindig zu machen, auf denen ein bestimmtes Bild verwendet wird. Diese Funktion gibt es schon seit längerem auf dem Desktop. Nun ist sie auch mobil verfügbar.

Mehr dazu bei Netzpiloten

Tim Ebner

Tim Ebner

Tim Ebner ist Online Marketing Berater & Blogger bei social media #facts, Gadgeto & #DigiBuzz & Gastautor bei #DigiBuzz. Spezialgebiete: Analytics & Monitoring, News & Trends, WoM, Krisen & Shitstorms. Folge @Tim_Ebner bei Twitter!

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1 Antwort

  1. 3. Februar 2016

    […] Paketzustellung Amazons Aktivitäten in der Zulieferung werden immer umfangreicher. Während im Oktober ein Same-Day-Delivery Pilot-Projekt in München für Prime-Kunden gestartet wurde, hat Amazon […]

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