Globales Phänomen: Digitale Transformation auf dem Vormasch

Weltweit erkennen immer mehr Unternehmen, dass die Digitale Transformation mit Chancen verbunden ist. Fast jedes Unternehmen (95 Prozent) nutzt digitale Technologien, um mit Kunden in Verbindung zu treten oder um Kundenverhalten zu beobachten. Das Investment in digitale Projekte ist beachtlich, denn die Unternehmen geben durchschnittlich 113 Millionen US-Dollar aus und planen diesen Betrag ebenfalls in drei Jahren zu investieren. Dies bestätigt der „Global Trend Report“ von Tata Consultancy Services, für den 820 Unternehmen aus 13 Ländern zur „Digital Consumer Economy“ aus Big Data und Analytics, Cloud Computing, Mobile und Pervasive Computing, Social Media, Robotik und Künstliche Intelligenz zur digitalen Neuausrichtung befragt wurden.

Nicht ohne Grund setzen Unternehmen dazu auf eine ganzheitliche Strategie, die alle digitalen Initiativen bündelt. Laut der Untersuchung sehen die Medien- und Unterhaltungsindustrie, Anbieter von Telekommunikations- oder Hightech-Lösungen, Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister das größte Potenzial darin, in ihren Unternehmen die Digitale Transformation einzuleiten. Sieben von zehn Unternehmen bewerten ihre digitale Initiativen als entscheidend für den Unternehmenserfolg. Rund 60 Prozent der Unternehmen haben bereits Produkte oder Dienstleistungen auf den Markt gebracht, die auf digitalen Technologien aufsetzen. Ein kleiner Teil, fast vier Prozent der Unternehmen, möchte bis zu 1 Milliarde US Dollar in digitale Projekte investieren.

„Wir befinden uns in der Mitte einer tektonischen Verschiebung, die von fünf digitalen Kräften eingeläutet wird. Neue Technologien geben den Unternehmen beispiellose Möglichkeiten zur Sichtung, Analyse und Überwachung, vor allem jedoch die Anpassungsfähigkeit an die sich verändernden Kundenwünsche in Echtzeit. Die Verschiebung von der Internet-Wirtschaft zu einer „Digital Consumer Economy“ hat bereits begonnen, die Hackordnung von Unternehmen in den Medien, im Einzelhandel, in der Hightech- und Telekommunikationsbranche sowie anderen Industriezweigen neu zu ordnen“, erklärt N. Chandrasekaran, CEO and Managing Director bei Tata Consultancy Services.

Die digitalen Vorreiter unter den Unternehmen versuchen ihre digitalen Aktivitäten auf eine kleine Anzahl von Business-Funktionen zu konzentrieren. Dadurch soll ein besseres Verständnis über Kundenbedürfnisse für neue Produkte und Dienstleistungen geschaffen, aber auch Bedarfsprognosen und treffsichere Angebote für kleinere, differenzierte Kundensegmente entwickelt werden.

Der Einsatz von digitalen Technologien soll bessere Einblicke in das Kundenverhalten und in die Kundenerwartungen ermöglichen. Zwar setzen Unternehmen derzeit auf mobile Apps und Social-Media-Analysen als Quellen für Kundendaten. Big Data hingegen bildet laut der Untersuchung den größten Investitionsschwerpunkt und das Zukunftspotenzial, zumal die Unternehmen mehr Budget für Big Data als für jede andere Technologie freigeben werden.

Die Studie zeigt einmal mehr, dass auf der globalen Ebene weitaus mehr Investitionen in die digitale Wirtschaft getätigt wird als in Deutschland. Als einer der größten europäischen Märkte sollte das Bewusstsein entwickelt werden, dass die Investition in digitale Aktivitäten und damit in eine digitale Transformation zur Neuausrichtung und für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit von höchster Bedeutung sein wird.

Quelle: Tata Consultancy Services

Quelle: Tata Consultancy Services

Mike Schnoor

Mike Schnoor ist Senior Partner von Guts & Glory, der Manufaktur für die Digitalisierung von Marken, Unternehmen und Institutionen. Als Berater sorgt er dafür, dass Unternehmen sich im digitalen Wettbewerb hinsichtlich Kommunikation, Prozesse, Kreation und Social Media richtig positionieren können. Seine beruflichen Schwerpunkte liegen in der Digitalen Transformation, Kommunikation, Digital Strategy, Marketing, Public Relations und Social Media. Auf seinem persönlichen Blog mikeschnoor.com und im Magazin #DigiBuzz veröffentlicht er verschiedene Fachartikel zu seinem Themenportfolio. Folge @MikeSchnoor bei Twitter!

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