YouTube-Star Julian „Julez“ Weißbach: „Der Channel ist für mich schon die Base und der Ausgangspunkt“

YouTube begeistert nicht nur die Massen, sondern zieht junge Zuschauer magisch in seinen Bann. Anstatt sich als Couch-Potato vor dem Fernseher berieseln zu lassen, durchforsten sie die YouTube-Kanäle nach passenden Inhalten. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen YouTube-Stars, deren Inhalte das Potenzial besitzen, von anfangs einigen Tausend Zuschauern auf ein Millionenpublikum zu wachsen. Einer von ihnen ist Julian „Julez“ Weissbach, der nach einer langen Zeit als Teil der Mediakraft-Produktion „Ponk“ seit einigen Monaten mit „Julez Welt“ seinen eigenen YouTube-Kanal unterhält. Julian „Julez“ Weissbach wird am 14. August 2014 im Rahmen des King Content Day in Köln aus seiner Sicht über die Medien- und Digitalbranche referieren. Als Medienpartner der Veranstaltung unterhielt sich #DigiBuzz – Das Magazin für das Digital Business mit dem jungen Macher, der an jedem Dienstag und Freitag seine Fans mit neuen Folge versorgt, über seinen Werdegang und wie es sich anfühlt, ein YouTube-Star zu sein.

Hallo Julez, wie bist Du überhaupt zu einem YouTube-Star geworden?

Julian „Julez“ Weissbach: Es fing alles ganz harmlos an, mit einen kleinen Channel. Ich bin mit ein paar Freuden auf die Straße gezogen und dann wir haben Sachen gedreht, auf die wir Lust hatten, und anschließend hochgeladen. Das kam gut an. Dann haben wir jede Woche weitergemacht und uns Neues ausgedacht. Raus gehen, Interviews, Challenges, Streetcomedy, Collabos. Immer drauf los. Und dann nachher mit viel Leidenschaft zusammengeschnitten und hochgeladen. Dann wurde mein Kanal von einem großen Netzwerk entdeckt und von Phillip Laude „gesignt“.

Welche Strategie steckt hinter deinem Bewegtbild-Angebot?

Julian „Julez“ Weissbach: Ich habe mich vor allem auf das konzentriert, worauf ich Lust hatte. Einfach rausgehen, so wie man ist, Leute interviewen, kennenlernen oder sich gegenseitig lustige Herausforderungen auszudenken. Und schauen, was passiert. Zu Beginn bin ich einfach auf die Straße gegangen und habe spontan gedreht. Das macht YouTube ja auch aus. Durch die vielen und direkten Kommentare bekommt man ja auch direkt ein Feedback. Damit arbeitet man dann weiter. Beim Schneiden ist das schon anders. Da überlegt man viel was gut funktioniert, was man besser machen kann und gefällt. Und schaut sich auch andere Schnitttechniken und Tricks an. Zum Beispiel von YouTubern in den USA. So ähnlich wie beim Skaten oder Snowboarden, wo man sich auch Tricks abschaut.

Julian "Julez" Weissbach. Quelle: Joyce ilg

Julian „Julez“ Weissbach. Quelle: Joyce ilg

Wie hoch ist der tägliche Aufwand, den Du in deine digitale Präsenz investierst?

Julian „Julez“ Weissbach: Das kann bis zu einem zwölf Stunden Tag gehen. Vorbereiten, Equipment besorgen, Telefonieren, zu Drehorten fahren und anschließend viel Schneiden. Der Dreh geht meistens mehrere Stunden. Dann kommt noch die Social-Media-Arbeit dazu: Kommentieren, Facebook, Instagram.

Wie monetarisierst Du deinen gesamten Aufwand? Kann man davon leben?

Julian „Julez“ Weissbach: Es gibt schon ein paar YouTuber, die nur von ihrem Kanal, also den Einnahmen davon, leben können. Wichtig ist es auf jeden Fall, sich breit aufzustellen und auch andere Medien wahrzunehmen. Moderation auf Events und Jugendveranstaltungen zum Beispiel.

Welche zukünftigen Trends für die Bewegtbild-Branche siehst Du als bahnbrechend an?

Julian „Julez“ Weissbach: Ich denke, die Branche des Internets jetzt im Falle YouTube ist in einem ständigen Wandel und genau das ist das Interessante. Wenn man sich in Amerika umschaut und sich speziell gute Talkmaster anguckt, sieht man wie sich die zwei Medien vermischen – sie finden sowohl im Internet statt und bauen sich dort eine Community auf und starten „Call-to-Action“ Aktionen mit ihren Zuschauern, die sie nachher auch im TV zeigen. Denke die zwei Medien werden sich in Zukunft immer näher kommen und verschmelzen .

Wo siehst Du dich mit deinem Content in den nächsten fünf Jahren?

Julian „Julez“ Weissbach: Fünf Jahre ist schon eine ziemlich lange Zeit – heutzutage ist alles sehr schnelllebig…in den nächsten Jahren möchte ich in verschiedenen Medien statt finden sowohl im Tv als auch im Internet vgl. mit den Amerikanischen Talkmastern. Der Channel ist für mich schon die Base und der Ausgangspunkt. Da kann man viel ausprobieren und nachher, dass was funktioniert für darauf folgende Ideen und Formate übernehmen. Es ist quasi wie ein modernes und immer aktuelles Künstler-Showreel. Inkl. der Feedbacks der Zuschauer bzw. der Community.

Lieber Julez, ich danke Dir für unser Interview! Bis bald auf dem King Content Day!

Mike Schnoor

Mike Schnoor ist Senior Partner von Guts & Glory, der Manufaktur für die Digitalisierung von Marken, Unternehmen und Institutionen. Als Berater sorgt er dafür, dass Unternehmen sich im digitalen Wettbewerb hinsichtlich Kommunikation, Prozesse, Kreation und Social Media richtig positionieren können. Seine beruflichen Schwerpunkte liegen in der Digitalen Transformation, Kommunikation, Digital Strategy, Marketing, Public Relations und Social Media. Auf seinem persönlichen Blog mikeschnoor.com und im Magazin #DigiBuzz veröffentlicht er verschiedene Fachartikel zu seinem Themenportfolio. Folge @MikeSchnoor bei Twitter!

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1 Reaktion

  1. 11. August 2014

    […] YouTube begeistert nicht nur die Massen, sondern zieht junge Zuschauer magisch in seinen Bann. Anstatt sich als Couch-Potato vor dem Fernseher berieseln zu lassen, durchforsten sie die YouTube-Kanäle nach passenden Inhalten. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen YouTube-Stars, deren Inhalte das Potenzial besitzen, von anfangs einigen Tausend Zuschauern auf ein Millionenpublikum zu wachsen. Eine …  […]

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